Ob das Bundesverdienstkreuz, der Musikpreis der Stadt Frankfurt, der Friedens- und Kulturpreis der Villa Ichon in Bremen oder die Auszeichnung "Rockpoet der Einheit" - kein deutscher Altrocker wird derzeit so häufig geehrt wie Udo Lindenberg.

Kein geringerer als Joseph Beuys brachte Udo Lindenberg dazu, einen Pinsel in die Hand zu nehmen. Er regte Lindenberg an, es "einfach zu machen". Denn laut Beuys ist jeder in allen Bereichen des Lebens ein Künstler. Lindenberg: "Es ist wichtig, sich kreativ zu betätigen. Auch wenn man es nicht gelernt hat, sollte man den Mut haben, sich gegen alle Gesetze zu stellen und es in einer erfrischenden Frechheit einfach tun. Daraus entstehen manchmal die schönsten Machwerke".

Angefangen hat Udo Lindenberg mit den Udogrammen - kleine Frauchen und Männchen mit Hut - woraus sich mit der Zeit seine Malerei entwickelte. So entstanden 1995 Projekte und Zyklen wie der Kosmos-Kalender, die Panik-Figuren, die Panic-Comics und die Likörelle - eine weltweit patentierte Erfindung Lindenbergs -, kreiert an den Bars dieser Welt. Das Likörell, man braucht nur ein Blatt Papier, einen Filzstift und Likörfarben wie Eierlikör, Grenadine, Banane Grün und Blue Curacao. Das Ergebnis wird fixiert und kommt anschließend hinter lichtabweisendes UV-Glas.

Marcus Lüpertz eröffnete im März 1996 die Vernissage zur Udo's Ausstellungspremiere. Anlässlich Goethes 250. Geburtstages schuf Udo Lindenberg 1999 den "Faust"-Zyklus für eine Ausstellung in der Kunstsammlung Weimar. "Da hingen dann also meine Werke neben Leonardo Da Vinci, und ich fühle mich als Universaljongleur wirklich in exzellenter Gesellschaft."

Für die Initiative "Rock gegen rechte Gewalt" folgte wenig später die Reihe "Die Pimmelköppe", Nazischweine sind Skinheads - mit Blut und Erde gemalt. Der Zyklus "Die 10 Gebote" bildete 2003 einen weiteren kreativen Akzent des "Strichers von St. Georg" (Udo über Udo). Auf einem Sonderzug der Deutschen Bahn fahren seine Malereien seit Sommer 2003 durch die Republik Deutschland. Udo's "Bunte Republik" wurde 2005 im Haus der Geschichte in Bonn gezeigt, Erföffnungsredner war der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder.

"Früher gab es die Jungen Wilden, heute gibt es die Neuen Exzessoren, deren erster Protagonist ich bin" - Udo Lindenberg

Deutschlands Malerfürst Markus Lüpertz ist ein großer Freund von Udo - und von seinen Bildern, die wie Udo's Lieder Ehrlichkeit mit Ironie, Kreativität mit Witz paaren. Als Rocksänger hat er mehr bewegt, als so mancher selbsternannte Kulturheld oder Polit-Diplomat. Seit 1995 ist Udo als Pinselführer an weltweiten Leinwänden tätig. Mit über 500 Bildern, die bisher in sieben großen Ausstellungen gezeigt wurden, sät er Irritation über Expertenhäupter und Laienschaft: Von tiefer Verzweiflung bis hellster Begeisterung reicht die Bandbreite der Reaktion vieler seiner Museums- und Galeriebesucher. Aber Udos handsignierte Originale sind schnell vergriffen und somit selbst eindeutig Kult.

Seit 2005 führt die HOF-Galerie Sylt Werke von Udo Lindenberg. Viele zufriedene Käufer haben bei der Galerie ihres Vertrauens Werke von Udo erworben. Die Galeristen Hans Joachim Fischer und Carmen Dieterich sind seit vielen Jahren mit Udo Lindenberg freundschaftlich verbunden.